furly - Blog - Gerüche neutralisieren
Wozu dienen eigentlich Düfte und Gerüche?
Gerüche oder Düfte werden mithilfe der Nase über sogenannte Chemorezeptoren wahrgenommen, welche die Sinneser-regungen interpretieren und die aufgenommenen Signale an das Gehirn weiterleiten. Jedes Lebewesen auf der Erde besitzt unterschiedlich viele Chemorezeptoren, mal mehr und mal weniger. Für uns Menschen wird der Geruch verwendet, damit wir in erster Linie schmecken können, aber auch bei angenehmen Düften angeregt, sowie um mit Gefühlen und Emotionen in Verbindung gebracht zu werden. Ohne Gerüche und dessen Wahrnehmung wäre die Lebensqualität deutlich eingeschränkt. Tiere hingegen benötigen die Wahrnehmung der Düfte und Gerüche als Erstes, um Artgenossen, Familienmitglieder, Feinde und dessen Territorien besser zu identifizieren. Des Weiteren dienen Gerüche aber auch zur Identifizierung von Nahrung und Verdorbenem, die anhand von unterschiedlichen Geruchsstoffen voneinander getrennt werden.
Warum stinkt mein Hund?
Hunde haben wie jedes andere Lebewesen ebenfalls ihr natürlichen Eigengeruch. Dieser ist auch von Rasse zu Rasse unterschiedlich abhängig und kann unterschiedlich stark bzw. schwach auftreten. Es gibt jedoch viele unterschiedliche Gründe, wieso Hunde „stinken“ können.
Das Wälzen in Schmutz und Dreck
Ein großer Aspekt, wieso Hunde stärker riechen können, ist, dass sie generell es lieben, sich im Dreck und Schmutz zu wälzen. Sie mögen keine angenehmen Düfte wie wir Menschen z.B. Parfüme und Shampoos mit Duftstoffen sondern eher den „natürlichen“ Duft. Das hat auch sein Sinn und Zweck, denn Hunde stammen von den Wölfen ab. Durch die jahrelange Evolution ist der Instinkt, vom Feind nicht entdeckt zu werden, immer noch vorhanden geblieben. So war dies ein Vorteil gegenüber dem Feind, um nicht aufzufallen, sondern ihn zu täuschen, um so nicht als „Essbares“ wahrgenommen zu werden. Zudem haben sich Wölfe gewälzt, um ihrer Beute nicht aufzufallen und sie zu verjagen. Das Wälzen in Schmutz und Dreck war somit eine taktische und lebensnotwendige Handlung des Wolfes, welches sich auf den Haushund übertragen hat. Ein  Hundebad  kann hierbei den Schmutz entfernen und Gerüche neutralisieren. Dabei ist auch zu beachten, dass ausschließlich Hundeshampoos ohne Geruchsstoffe zu verwenden sind.
Nasses Fell

Wenn das Hundefell beginnt intensiver zu riechen, kann es daran liegen, dass das Fell mit Feuchtigkeit in Kontakt getreten ist. Das ist in der Regel eine relativ häufige, jedoch harmlose Ursache. Grund dafür ist, dass die Duftstoffe, die Hunde produzieren, wasserlöslich sind. Dadurch können sie sich viel leichter verbreiten, weshalb ein verstärkter und unangenehmer Duft wahrgenommen werden kann. Ebenso können weitere Gründe für das unangenehme riechen sein wie:

 

  • Schweiß

  • Bakterien

  • Pilzbefall

  • Infektionen

  • Hautreizungen

Bei den vier zuletzt genannten Gründen ist eine tierärztliche Beratung dringend vorzuziehen.

Gesundheitliche Ursachen

Riechen Hunde unangenehmer als sonst, können auch Medizinische Ursachen vorliegen. Dies ist jedoch seltener der Fall, aber nicht auszuschließen. Deshalb kann bei einem unangenehmen Geruch des Hundes eine Eigendiagnose immer sinnvoll sein. Dennoch soll bei einem Verdacht einer ernsthaften Erkrankung der Gang zum Tierarzt nicht vermieden werden.

 

Mögliche Verursacher von unangenehmen Gerüchen können sein:

 

  • Wenn der Hund Mundgeruch aufweist

  • Wenn die Ohren stinken

  • Wenn der Hund aufgrund falscher Ernährung stinkt

  • Wenn der Hund altersbedingt unangenehm riecht

Wenn der Hund Mundgeruch aufweist

Sind unangenehme Gerüche nach dem Fressen wahrzunehmen, ist das nicht ganz unüblich. Liegt kein gesundheitlicher Grund dafür, kann der typische Geruch nach der Mahlzeit nach einiger Zeit von selbst verfliegen. Sind die Mundgerüche auch nach längerer Zeit nicht verschwunden, sollte das Gebiss näher in Betrachtung gezogen werden. Denn dies weist oftmals auf eine Zahnfleischentzündung, die durch eine schlechte Maulhygiene vorgerufen werden kann. Diese kann aufgrund von Rötungen, Schwellungen, Zahnstein oder sogar Zahnfleischbluten ein Hinweis dafür sein, dass der Geruch aus dem Maul ernst genommen werden sollte. In der Regel kann sie durch gute Mundhygienemaßnahmen wieder behoben werden. So kann Trockenfutter statt Dosenfutter dafür sorgen, dass Hunde beim Fressen den Zahnsteinbelag „wegkauen“. Auch Kauartikel wie Kauknochen, Kauwurzeln oder Geweih können zu einer besseren Mundhygiene dazu beitragen. Des Weiteren kann das Gebiss mittels einer, entsprechend für Hunde entwickelte Zahnpasta und Zahnbürste geputzt werden. Das kann dafür sorgen, dass Bakterien auf dem Zahn und Zahnfleisch deutlich reduziert werden und so eine optimale Mundhygiene für den Hund gegeben ist. Jedoch ist die Prozedur nur möglich, sofern Hunde dies zulassen, was nicht immer der Fall ist. Auch Zusatzstoffe, welche in das Futter oder Trinkwasser dazugegeben werden können, können dabei helfen, die Mundflora zu verbessern. Helfen diese ersten Maßnahmen nicht, so sollte ein Tierarztbesuch stattfinden. Denn Mundgeruch kann in den seltensten Fällen auch von inneren Organen wie dem Magen oder Rachenbereich entstehen.

Wenn die Ohren stinken

Wenn die Ohren stinken, sollte das genaustens beobachtet und gehandelt werden. Denn sie gehören von den fünf Sinnesorganen zu den am wichtigsten eines Hundes. Hunde können Geräusche auch von einer Entfernung von 500m registrieren und Frequenzbereiche von bis zu 50.000Hz (also 50.000 Schwingungen pro Sekunde) wahrnehmen, welche Menschen mit guten Ohren nur bis 20.000Hz hören können.

Unangenehme Gerüche aus den Ohren von Hunden können ein Anzeichen einer Infektion sein. Bei einer Entzündung ist meist „nur“ das äußere Ohr davon betroffen, also vom Gehörgang bis hin zum Trommelfell sowie die Ohrmuschel. Hunde machen dies ebenso stark bemerkbar, in dem sie ihren Kopf oftmals schütteln aber auch ihre Ohren an Gegenständen reiben.

Mittelohrentzündungen können ebenfalls auftreten, jedoch seltener. Diese sind dann mit starken Symptomen verbunden wie Gleichgewichtsstörungen und das Schiefhalten des Kopfes. Mögliche Ursachen für eine Ohrentzündung können Allergien, Krankheiten, Ohrmilben, Fremdkörper oder zu fehlerhaften Ohrenreinigung sein. Es spielt auch die Form und Art der Ohren eine Rolle. Aufgrund des geeigneten Klimas kann ein erhöhtes Risiko bei Schlappohren mit Haaren im Gehörgang für Bakterien und Infektionen bestehen, als bei Hunden mit Spitzohren.

Um letztendlich die Gerüche und somit die Infektionen loszuwerden, ist auch hier ein Tierarztbesuch vorzunehmen. Dieser kann dann genau diagnostizieren, um was für Bakterien es sich handelt und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen. Bei sehr milden Fällen können hierbei Ohrenreiniger benutzt werden. Diese weisen fördernde Wirkstoffe, die Keime abtöten, den Schmutz entfernen und die die Heilung unterstützen.

Wenn der Hund aufgrund falscher Ernährung stinkt

Die Ernährung spielt bei unangenehmen Gerüchen über Fell und Haut eine große Rolle. Denn hochwertiges und stoffreiches Futter können weniger Abbauprodukte im Körper von Hunden verursachen, weshalb sie somit weniger unangenehm riechen. Mit sogenannten Chlorophylltabletten kann der Hundegeruch reduziert werden, ohne dabei die Vierbeiner zu schädigen, da sie auf natürlichen Inhaltsstoffen basieren. Hochwertiges Hundefutter kann vom Körper optimal und vollständig verwertet werden und somit Hundegerüche reduzieren. Minderwertiges Hundefutter hingegen kann dazu führen, dass die Nahrung nicht vollständig verwertet werden kann und Reststoffe über das Fell unangenehme Gerüche verursachen können.

Ein weiterer Grund, wieso Hunde generell intensiver riechen können, liegt bei der Vergabe von zu vielen Leckerlis. Diese fördern nämlich den Magen-Darm-Trakt stark, welches sich als Ergebnis als unangenehmer Hundegeruch über das Fell bildet

Wenn der Hund altersbedingt unangenehm riecht

Wie wir Menschen, bleiben auch die Vierbeiner nicht davon verschont, irgendwann zu altern. Dies ist der natürliche Lebenskreislauf der Natur. Mit zunehmendem Alter fangen Hunde an deutlich stärker zu riechen. Dieser Prozess ist dabei völlig normal. Grund dafür kann die stärkere Talgbildung im Fell sein. Um diesem entgegen zu wirken, kann nur eine regelmäßige Fellpflege dabei helfen, womit die riechenden Bestandteile aus dem Fell gekämmt werden können. Dabei kann eine Pflege mit einer Fellbürste schon wunder bewirken. Auch das Baden von Hunden in älteren Hundejahren kann dazu beitragen, dem unangenehmen Geruch entgegen zu wirken. Dabei ist zu beachten, dass mildere Pflegeprodukte und ohne Parfümzusatzstoffe benutzt werden, um die empfindliche Haut nicht zu reizen.

©2019 by the furly team, icon credits to Noun Project creators: Emily Cutting, Guilherme Furtado, Berkah Icon

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